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Zwei Publikationen in der Reihe
Frankfurter Fundamente der Kunstgeschichte”

 
Die Kunstwerke der Goethe-Universität

Eine lange, mühevolle Arbeit hat ihr glückliches Ende gefunden. Vieler Nachforschungen bedurfte es, um die weitverstreuten, in den Außenbereichen wie in den Amtszimmern der Universität, in den Kliniken, in der Stadt- und Universitätsbibliothek oder in einzelnen Lehrsammlungen vorhandenen Kunstwerke der Universität aufzuspüren, sie kunstge-schichtlich einzuordnen, zu katalogisieren, zu analysieren. Damit konnten auch Institu-tionen wie die Senckenbergische Stiftung oder das Schopenhauer-Archiv in ihrem kultur-geschichtlichen Zusammenhang erläutert werden.
Es war selbst für die Herausgeber und erst recht für die Teilnehmer eines vor fünf Jahren durchgeführten gemeinsamen Seminars der Kunstgeschichte und der Kunstpädagogik erstaunlich, wie viele Kunstwerke bedeutender Künstler (u. a. Hans Thoma, Lovis Corinth, Käthe Kollwitz, H. Grieshaber oder George Warren Rickey) in der Universität ein oft unerkanntes Dasein führten. Eine Goethe-Büste von Johann Daniel Rauch konnte im Zuge der Nachforschungen wiedergefunden werden; viele bisher unbekannte Werke vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart konnten datiert und historisch erfaßt werden.
Es ist zu hoffen, daß gerade die Studenten der Kunstgeschichte durch dieses Inventar zu eigenen Arbeiten, aber auch zu einer gewissen Identifizierung mit ihrer Universität angeregt werden. Unser Studienalltag ist von Kunstwerken umgeben, ja durchdrungen. Studierende der Kunstgeschichte sollten jedes dieser Werke kennen und schätzen lernen. Es wäre wünschenswert, daß dieser Katalog, der nur 10 € kostet, von möglichst vielen Studierenden unseres Faches erworben würde. Damit würden zugleich die von unserem Institut heraus-gegebenen „Frankfurter Fundamente der Kunstgeschichte“ unterstützt, als deren 18. Band dieses Verzeichnis erschienen ist. Zudem macht es Lust, den mit 36 Schwarzweiß- und 33 Farbabbildungen ausgestatteten Band durchzublättern und mit ihm in der Hand auf eigene Entdeckungsreise zu gehen.

 

Die Geschichte des Kunstgeschichtlichen Instituts der Goethe-Universität Frankfurt 1915–1995

Es ist eher ein Ausschnitt, ein teilweise sehr subjektiv geformter Ausschnitt aus den ersten achtzig Jahren des Kunstgeschichtlichen Instituts, der uns in dieser Broschüre entgegentritt. Aber wer sich an unserem Institut verankert fühlen und nicht nur in den Tag hineinleben möchte, wird mit großem Gewinn zu dieser Institutsgeschichte greifen. Einer der ersten Forscher, die sich um die Geschichte des Faches Kunstgeschichte verdient gemacht haben, der in Halle lehrende Professor Heinrich Dilly, konnte durch umfangreiche Archivforschungen,
die er zusammen mit Frankfurter Studierenden durchgeführt hat, herausfinden, wer an unserem Institut gelehrt und geforscht, wer hier (zwischen 1914 und 1947, als darüber noch keine „Kunstchronik“ berichtete) sein Examen bestanden hat und was aus diesen Kunsthistorikern/innen geworden ist. Viele interessante Fragen stellten sich dabei: Sind Frankfurter Kunsthistoriker/innen während der Zeit des Nationalsozia-lismus emigriert? Gab es Lehrende und Lernende, die Verbindung zur „Frankfurter Schule“ hatten? Welche Kontakte gab es zwischen der Stadt und der Universität?
Über diese wichtigen archivalischen Forschungen hinaus enthält der Band eine Einleitung von Gerhard Eimer, in der u. a. Wissenswertes über bedeutende Frankfurter Gelehrte wie Harald Keller oder Wolfram Prinz zu erfahren ist. Der Band kostet 10 € und enthält Porträt-fotografien von sieben früher am Institut lehrenden Persönlichkeiten. Wer hier studiert, sollte diesen Band erwerben. Auch wäre es angemessen, wenn die hohen Kosten, die Professor Eimer als dem Herausgeber der „Frankfurter Fundamente“ entstanden sind (als deren 17. Band die Institutsgeschichte erschien), durch regen Kauf ausgeglichen werden könnten.

Klaus Herding

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Freunde und Förderer des Kunstgeschichtlichen Instituts
der Goethe - Universität Frankfurt/Main